Docker installation

Installing docker can be a pain. The easiest way I have found is the following, which saves you the hassle with GPG keys:

1. Choose the package for your system and architecture from this list:

https://apt.dockerproject.org/repo/pool/main/d/docker-engine/

2. Download it using wget:

wget https://apt.dockerproject.org/repo/pool/main/d/docker-engine/docker-engine<version>~<OS>_<arch>.deb

3. Install it:

dpkg -i docker-engine_*.deb

And you’re done. The docker daemon is started automatically, so you’re good to go!

Einen recht schönen Dank.

Nur ganz kurz, aber es muß raus: Lobo bringt’s auf den Punkt. Es findet fast täglich ein Anschlag auf Flüchtlingsunterkünfte statt; und da gibt’s nichts zu beschönigen: das ist Terrorismus.
Vielen Dank, Sarrazin, Pegida, AfD und der ganze Rest „besorgter Bürger“ — vielleicht wolltet ihr diese Entwicklungen nicht, und seid jetzt ganz erschrocken und entsetzt, aber daß ein gesellschaftliches Klima entstehen konnte, in denen sie überhaupt erst möglich sind, das habt ihr zu einem nicht unwesentlichen Teil mitzuverantworten.

Drinks! Musik! (7)

Nachdem die letzten Einträge eher lange und teils schwerverdauliche Songs verhandelten, geht’s jetzt in die entgegengesetzte Richtung. In Change of Ideas, dem ersten Song vom Bad Religion-Album „No Control“, ist nach 54 Sekunden alles gesagt. Drumintro, Strophe, Bridge, Refrain, Ende, perfekter Punkrocksong, schönen Dank.

Ich mag es sehr gern, wenn in Kunstmusikmedien alles unnötige entfernt wird und nur das relevante übrigbleibt — und Bad Religion sind, insbesondere bei „Change of Ideas“, die Könige der Abstraktion.

Das Album geht die vom ersten Song eingeschlagene Richtung im übrigen konsequent weiter: es dauert keine 27 Minuten, dafür gibt es kaum eine überflüssige Sekunde, und es ist, durchaus auch dank „Change of Ideas“ ein Klassiker des melodischen Punkrocks.

Der Drink zum Song: ein Shot Jägermeister.

Drinks! Musik! (6)

Heute ist der vorerst letzte überlange Song dran: O‘ Malley’s Bar von Nick Cave and The Bad Seeds [1].

Da dieser Song sich mindestens ebenso sehr über den Text definiert wie über die Musik, versuche ich, mich ihm zunächst über den Text zu nähern.

Der Text beschreibt einen Amokläufer der sämtliche Menschen in der titelgebenden Bar auslöscht. Ende der Handlung. Den Text interessant und gleichermaßen abstoßend machen die beiden Perspektiven: zum einen wird der Text durchgehend distanzlos und mit Liebe zum ekligen Detail in der Ich-Perspektive erzählt; zum anderen wird der Hörer in eine besonders unangenehme Beobachterperspektive hineingezwungen — man schaut zu, man ist mittendrin, und man wird praktisch dazu gezwungen, mit dem Protagonisten zu sympathisieren. Zum einen vertraut er sich dem Hörer an, bindet ihn durch Fragen ein, und erzählt ihm ganz direkt, was er tut und wie er sich fühlt, zum anderen verfügt er über einen zwar boshaften, aber geistreichen Wortwitz (Beispiel: „You know those fish with the swollen lips that clean the ocean floor? When I looked at poor old O’Malley’s wife, well, that’s exactly what I saw“).

Ein wahrlich perverser [2] und, ja, fraglos gewaltverherrlichender Text also.

Die Musik ist das perfekte Vehikel für diesen Text. Locker ebenso krank, sparsam instrumentiert, voller schmerzhafter Synkopen und Disharmonien und mit einer fies klingenden, dominierenden Mischung aus Klavier und Hammondorgel baut sie eine Baratmosphäre auf, wie sie lebendiger, verrauchter und beklemmender kaum sein könnte. Caves Gesang tut das übrige: er erzählt, singt, stöhnt, triumphiert, verachtet, verhöhnt, leidet; er lebt den Text. Gratulation, den Irren nimmt man ihm ohne Zögern ab.

Insgesamt ist O’Malley’s Bar nichts, was man sich zum Vergnügen anhört, sondern Kunst. Unbequem, abstoßend und stellenweise widerlich, aber nichtsdestoweniger faszinierende Kunst.

Der Drink zum Song: Ganz klar, ein großes Glas Bloody Mary.

 

 

[1] hier hatte ich zuerst den Entwurf eines kurzen Exkurses über Nick Cave stehen, aber das hätte den Blogeintrag zu sehr vom wesentlichen abgelenkt. Vielleicht schreib ich in Zukunft einen eigenen Eintrag, es würde sich lohnen.
[2] heutzutage würde man vermutlich eher „kontrovers“ schreiben, ein Wort, an dessen falsche Benutzung man sich zu gewöhnen gezwungen wurde

Drinks! Musik! (5)

Man stelle sich eine perfekte laue Sommernacht vor; weiterhin nehme man die Empfindungen, Wahrnehmungen und Eindrücke, die sich in einer solchen Nacht ergeben, und gieße sie in Musik; heraus kommt, im Idealfall, Sultans of Swing. Es ist dunkel, ein Lagerfeuer brennt herunter, es riecht nach Holz, man sitzt schweigend, glücklich und stockbrotgesättigt zusammen. Bald möchte man ins Zelt und in den etwas klammen Schlafsack, aber noch ist es viel zu schön, noch sind ein paar Holzstücke für das Feuer übrig. So klingt dieser Song.

Es gibt zig live aufgenommene Versionen, die allesamt toll sind, und natürlich die (essentielle!) Studioversion, aber diese Liveversion ist die tollste; zwar kratzt sie mehrmals mit Nachdruck an der Grenze zum Kitsch, überschreitet sie aber nie. Jede Note der absurd verlängerten Gitarrensoli, jeden Beckenschlag kenne ich auswendig, und auch beim fünfhundertsten Hören werde ich fasziniert von der reinen Superhaftigkeit sein.

Bock auf ein paar Superlative? Aber gern.
Also: keine (keine) Band hat einen besseren Bandsound als die Dire Straits; wie tight die Instrumente zusammenspielen, wie insbesondere Baß und Schlagzeug eine Einheit bilden, die Songs fließen lassen, auf so natürliche Weise so richtig zusammen klingen…das ist ganz große Kunst und, ich leg mich fest, unerreicht. Oh, außerdem hat nie hat jemand besser Gitarre gespielt als Mark Knopfler, period. Der beste Sänger ist er zwar nicht, aber seine Stimme hat Wärme und paßt zur Musik und in den Bandsound wie Stockbrot ans Lagerfeuer.
Das alles gilt natürlich für sämtliche Musik dieser Band; Sultans of Swing ist aber der einsame Höhepunkt.

Das perfekte Getränk zu diesem perfekten Song muß natürlich etwas langes, sanftes, weiches, angenehmes sein. Darum wähle ich den perfekten Sommerwhisky, einen Dalwhinnie Single Malt.

Drinks! Musik! (4)

Infinite Dreams ist magisch. Er ist perfekt. Er bündelt alles, was an der früheren mittleren Bandphase von Iron Maiden so fantastisch ist, und das ist verdammt viel: Atmosphäre, Sound, Songwriting, Musikalität, Komplexität — alles perfekt, alles toll. Der Song funktioniert beim ersten Hören, weil er ein eingängiges Riff und eingängige Harmonien hat, und er funktioniert immer besser; auch beim zweihundertsten Hören („und die Zahl ist mit einem Auge fürs Realistische gewählt“ [1]) kann man sich noch über Neues freuen, so verschwenderisch viele interessante Details sind darin versteckt.

(Daß er nicht einmal der beste Song von Maiden ist, darf gerne zur Kenntnis genommen werden, ist an dieser Stelle aber ohne Belang).

Infinite Dreams existiert jenseits sämtlicher Genregrenzen. Der Gitarrensound kommt zwar eindeutig aus dem Metal, aber die Synthies, das Arrangement, die Atmosphäre, die Songstruktur: das ist alles völlig eigen, und so läßt sich der Song allenfalls mit „progressiver Rockmusik“ klassifizieren.

Der perfekte Drink zu Infinite Dreams ist der Song selbst in flüssiger Form: der Lagavulin Single Malt. Ein komplexer, eleganter Whisky mit spannenden Noten, durchaus auch mit Ecken und Kanten, niemals langweilig, und auch beim x-ten Versuch gibt es neues zu entdecken.

[1] Max Goldt

Drinks! Musik! (3)

Wenn man nur einen einzigen Punkrock-Song in seinem Leben hören möchte, dann ist NOFX – The Decline vielleicht nicht für jeden die beste, in jedem Fall aber eine logische Wahl, denn hier steckt einfach alles drin, was das Genre zu bieten hat, und zwar auf einem Niveau, das allenfalls nochmal erreicht werden könnte, wenn Roger Federer, Wayne Gretzky und Michael Jordan ein gemeinsames Kind zeugen würden. Mit Zinedine Zidane. #schiefervergleich

Ernsthaft: der Song ist gut. Die Basis ist Vollgaspunkrockfetz in irrwitziger Geschwindigkeit, und darauf bauen zum Verrücktwerden hinreißende Elemente auf, etwa ein tolles Gitarrensolo, ein paar rechtschaffen aggressive Momente, ein entspannt swingender Part, Ohohohooos und Nananananas (die Stelle mit den Nananananas ist übrigens die beste im Song!), ruhige und nachdenkliche Parts, und und und. Zusammengehalten wird der Song von einem einfachen, dreifach wiederkehrenden Thema auf der Trompete; und er endet mit einer herzzerreißenden, deutlich an „The Wall“ angelehnten, Pink-Floyd-Hommage.

18 Minuten dauert das Stück und füllt eine ganze EP. Kompositorisch gehört es zum Besten, was ich kenne; all die unterschiedlichen Elemente in einem fließenden, logischen Song unterzubringen, in dem immer das richtige passiert und keine schwache Sekunde vorkommt, der von einem Thema zusammengehalten wird, aber dennoch in viele Richtungen experimentiert, ist schlichtweg sensationell, und war wohl auch nicht schmerzfrei zu bewerkstelligen [1].

Zu diesem Song paßt ein Getränk besonders gut: Ein Pilsbier, Sorte egal, in einem großen Plastikbecher, von dem man den Großteil wegen Fistraisen und Herumspringen ordnungsgemäß zu verschütten hat (spätestens beim „Nanananana“ — you’ve been warned!).

[1] „Nightmare! Recording this fuck was a total nightmare. Writing it was a total nightmare.“ — NOFX offical website