Drinks! Musik! (4)

Infinite Dreams ist magisch. Er ist perfekt. Er bündelt alles, was an der früheren mittleren Bandphase von Iron Maiden so fantastisch ist, und das ist verdammt viel: Atmosphäre, Sound, Songwriting, Musikalität, Komplexität — alles perfekt, alles toll. Der Song funktioniert beim ersten Hören, weil er ein eingängiges Riff und eingängige Harmonien hat, und er funktioniert immer besser; auch beim zweihundertsten Hören („und die Zahl ist mit einem Auge fürs Realistische gewählt“ [1]) kann man sich noch über Neues freuen, so verschwenderisch viele interessante Details sind darin versteckt.

(Daß er nicht einmal der beste Song von Maiden ist, darf gerne zur Kenntnis genommen werden, ist an dieser Stelle aber ohne Belang).

Infinite Dreams existiert jenseits sämtlicher Genregrenzen. Der Gitarrensound kommt zwar eindeutig aus dem Metal, aber die Synthies, das Arrangement, die Atmosphäre, die Songstruktur: das ist alles völlig eigen, und so läßt sich der Song allenfalls mit „progressiver Rockmusik“ klassifizieren.

Der perfekte Drink zu Infinite Dreams ist der Song selbst in flüssiger Form: der Lagavulin Single Malt. Ein komplexer, eleganter Whisky mit spannenden Noten, durchaus auch mit Ecken und Kanten, niemals langweilig, und auch beim x-ten Versuch gibt es neues zu entdecken.

[1] Max Goldt

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